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Umwelt

Greenpeace: Total meldet: Gasleck in der Nordsee ist geschlossen

Greenpeace meldet:

Total meldet: Gasleck in der Nordsee ist geschlossen
Der Wettlauf der Konzerne um Öl und Gas geht jedoch weiter

22.05.2012,
veröffentlicht von
Christina Hofmeister

Mehr als 50 Tage nachdem die Gasplattform Elgin vor der schottischen Küste havarierte, gibt der Betreiber Total bekannt, dass das Gasleck nun geschlossen sei. Gelernt hat die Ölbranche aus den Fehlern der Vergangenheit aber offenbar nicht.

Die Chronologie der Ereignisse im Überblick:

25. März 2012: Die Gasplattform Elgin Wellhead in der Nordsee wird evakuiert. 25 Meter über dem Meeresspiegel treten große Mengen Gas aus. Durch eine Flamme, die sonst dazu dient überschüssiges Gas abzufackeln, besteht akute Explosionsgefahr. Da das Risiko für einen Einsatz zu hoch ist, hofft Total darauf, dass die Flamme von allein ausgeht. Die britischen Behörden errichten eine Sperrzone um die Plattform. Total erklärt, dass es bereits seit über einem Monat Probleme auf der Elgin gab. Man habe bis zur Evakuierung am vergangenen Sonntag jedoch versucht, die Schwierigkeiten unter Kontrolle zu bringen.

29. März: Greenpeace startet einen Erkundungsflug, um sich ein Bild von der Lage zu machen. Mit einer speziellen Kamera nehmen sie die Gaswolke um die Plattform auf.

31.März: Eine Woche nach dem Unglück erlischt die Flamme von selbst, doch weiterhin strömen große Mengen Gas aus. Total gibt an, dass täglich rund 200.000 Kubikmeter Methan und Gaskondensate austreten.

1. April: Greenpeace entsendet ein Forschungsschiff in die Nordsee, um Luft- und Wasserproben zu nehmen und das Ausmaß des Unglücks zu bemessen. Dabei wird eine großflächige Ölverschmutzung des Oberflächenwassers festgestellt. Mit einer Mittelwellen-Infrarotkamera suchen die Umweltschützer nach der Austrittsstelle des Gases. Zusätzlich nimmt ein Chemie-Experte mittels großer Luftsäcke Proben aus der Atmosphäre.

Total sucht indess nach Möglichkeiten, das Gasleck zu schließen. Infrage kommt eine Entlastungsbohrung, die allerdings rund sechs Monate dauern könnte oder das Verschließen des Bohrlochs mit Schlamm. Die praktische Umsetzung zieht sich jedoch in die Länge.

25. April: Die Proben, die Greenpeace entnommen hat, ergeben, dass durch das austretende Gas zumindest keine Gefahr für Meereslebewesen und Küste besteht. Der Unfall auf der Elgin hat sich also glücklicherweise nicht zu einer Umweltkatastrophe entwickelt. Laut einem OSPAR-Report kommt es jährlich jedoch zu mehreren hunderten Unfällen auf Öl und Gasplattformen in der Nordsee. Trotz Sicherheitsvorkehrungen kann dies nicht verhindert werden.

Außerdem ist das immer noch austretende Gas auf der Elgin weiterhin besorgniserregend. Es handelt sich vor allem um Methan, ein Treibhausgas, das 20-mal klimaschädlicher ist als CO2.

Glücklicherweise scheint der Gasstrom langsam abzunehmen, so, dass nicht - wie befürchtet - jeden Tag seit der Havarie der Plattform 200.000 Kubikmeter Gas austreten.

16. Mai: Letzte Woche gibt der Betreiber Total schließlich bekannt, es sei gelungen das Leck zu schließen. Das mit Schlamm verstopfte Loch muss jedoch beobachtet werden, um sicherzustellen, dass es sich nicht wieder öffnet.
Und in Zukunft?

Mit dem Schließen des Lecks, scheint die Gefahr mehr als 50 Tage nach der Havarie fürs Erste gebannt zu sein. Doch wie es aussieht, hat die Ölbranche aus dem diesmal glimpflich abgelaufenen Unglück in der Nordsee nichts gelernt. Totals Konkurrent Shell etwa hält weiterhin an seinen Plänen fest, in der Arktis nach Öl zu bohren. Ein Leck wäre dort wegen der Extrembedingungen der Region anders als in der Nordsee nicht in den Griff zu bekommen. Die Auswirkungen für das sensible und weltweit einmalige Ökosystem der Arktis wären katastrophal. Der Lebensraum von nur dort vorkommenden Tieren wie Eisbären oder Polarfüchsen wäre damit unwiederbringlich zerstört.

Lübeck verzichtet auf Tropenholz! In Ingolstadt geht's weiter


Rettet den Regenwald schreibt uns und Euch:

Stoppt Tropenholz für Ingolstadts Bänke

Liebe Freundinnen und Freunde des Regenwaldes,

unsere Proteste haben Erfolg: Nachdem tausende von Euch unsere Petition unterschrieben haben, wird die Hansestadt Lübeck künftig auf Tropenholz verzichten.
Dasselbe wollen wir nun auch in Ingolstadt erreichen. Denn der Oberbürgermeister von Ingolstadt plant, Sitzbänke aus afrikanischem Kambala-Holz aufzustellen. Dafür würde Regenwald vernichtet werden.

Fünf Musterexemplare wurden in der Fußgängerzone bereits montiert. Die gute Nachricht: Bis zum 20. April bittet die Stadt um die Meinung der Bürger. Wenn diese Bänke nicht auf breite Zustimmung stoßen, sollen sie nicht angeschafft werden. 

Bitte protestieren Sie gegen das Tropenholz in Ingolstadt! Wer möchte sich schon auf Regenwaldrodung ausruhen.

Jetzt unterschreiben! 

Mit freundlichen Grüßen und herzlichem Dank

Klaus Schenck
Rettet den Regenwald e. V. 
040 - 4103804
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! 
http://www.regenwald.org
Kontakt          
Rettet den Regenwald e.V.
Tel.: 040 - 41 03 804
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GREENPEACE: Sauberes Mais-Saatgut ist möglich



Sauberes Mais-Saatgut ist möglich


Greenpeace und Bioland: Verunreinigungen mit Gen-Mais gehen zurück

04.05.2012,
veröffentlicht von
Sigrid Totz

Mais-Saatgut ist im Frühjahr 2012 mit weniger Gentechnik verunreinigt als in den Vorjahren. Dies ist das Ergebnis einer Saatgutabfrage von Greenpeace und dem ökologischen Anbauverband Bioland bei den zuständigen Länderbehörden.

Von insgesamt 419 untersuchten Maisproben enthielten elf Proben Gen-Saaten, das sind 2,6 Prozent. 2011 waren noch 29 von insgesamt 417 Proben gentechnisch verschmutzt und wurden vom Markt genommen. Zwölf Bundesländer haben Mais-Saatgut auf genmanipulierte Organismen getestet. In Bayern, Baden-Württemberg, Brandenburg, Niedersachsen und Thüringen wurden die Behörden fündig. Greenpeace und Bioland haben die Ergebnisse nach dem Umweltinformationsgesetz abgefragt. Hersteller und Sorten-Bezeichnungen der verunreinigten Saaten werden heute auf den Internetseiten der Vereine veröffentlicht.

"Das überwiegend saubere Saatgut ist ein Erfolg für die gentechnikfreie Landwirtschaft", sagt Dirk Zimmermann, Gentechnikexperte von Greenpeace. "Saatgut mit Spuren von Gentechnik bleibt eine Ausnahme, wenn umfassend kontrolliert wird."
Es darf keine Schwellenwerte für Saatgut geben

Durch verunreinigtes Saatgut können sich Gen-Pflanzen unkontrolliert ausbreiten und in die Nahrungskette gelangen. In den letzten Jahren hatten gentechnische Kontaminationen von Saatgut schleichend zugenommen. Als Konsequenz forderten Greenpeace und Bioland von Behörden und Saatgutunternehmen eine bessere Beprobung und einen transparenteren Umgang mit den Ergebnissen.

Für Saatgut gilt in der EU ein Reinheitsgebot. Verunreinigungen mit Gen-Saaten sind verboten. Die Saatgut-Industrie und der Bundesverband der Deutschen Pflanzenzüchter versuchen dennoch, Schwellenwerte für gentechnisch verunreinigtes Saatgut zu etablieren. Ein von der Industrie erwünschter Schwellenwert von 0,1 Prozent bei Mais-Saatgut würde in der Praxis zu etwa 100 Gen-Pflanzen pro Hektar führen.

"Es darf für Saatgut keine Schwellenwerte geben", sagt Jan Plagge, Präsident von Bioland. "Gentechnikfreies Saatgut ist die Grundlage für eine nachhaltige Lebensmittelproduktion und Landwirtschaft. Es gibt keinen Grund, dieses Reinheitsgebot für Saatgut aufzuweichen. Nicht einmal der Landwirt weiß dann noch, was auf seinem Acker wächst."

Die Agro-Gentechnik ist eine Risikotechnologie. Der Eingriff in die Pflanze kann die Entstehung unerwünschter Stoffe mit riskanten Nebenwirkungen zur Folge haben. Mit dem Anbau von Gen-Pflanzen geht der zusätzliche Einsatz von giftigen Pestiziden einher, die das Trinkwasser verschmutzen und die Pflanzenvielfalt bedrohen.

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