Gute Nachrichten, um die Welt neu zu sehen

Umwelt

Greenpeace: Kanada - Dauerhafter Urwaldschutz ist Pflicht!



Greenpeace: Kanada -  Dauerhafter Urwaldschutz ist Pflicht!

Details zum Artikel:

* Artikel veröffentlicht am: 30.11.2011,
* Artikel veröffentlicht von:
Viktoria Thumann

Die Urwälder Kanadas stehen derzeit im Mittelpunkt des Boreal Business Forums, das sich zum dritten Mal in Toronto trifft. Kanadische Holz- und Papierhersteller, Vertreter von Umweltschutzgruppen sowie Holz- und Papierkäufern aus aller Welt sind vor Ort. Sie wollen sich über die Fortschritte der Verhandlungen im Rahmen des kanadischen Waldabkommens informieren. Mit dabei: Greenpeace-Waldexperte Oliver Salge.
Waldkaribus im borealen Wald Kanadas


"Ich erwarte, dass erste Landkarten auf den Tisch gelegt werden, die konkrete Aussagen darüber machen, für welche Wälder ein dauerhafter Schutz vorgeschlagen wird."

Im Mai 2010 hatten sich 21 kanadische Holz- und Papierhersteller mit neun Umweltschutzgruppen (NGOs), darunter Greenpeace getroffen. Dabei sollten gemeinsame Vorschläge für die nachhaltige Nutzung und den Schutz des Waldes erarbeitet werden.
Dreijährige Schonfrist - Waldmoratorium

Im Rahmen des kanadischen Waldabkommens stimmten die Forstunternehmen 2010 einem Einschlagstopp auf 28 Millionen Hektar Wald zu. Gleichzeitig stellten die NGOs ihre öffentlichkeitswirksamen Proteste gegen die Forstpraxis der an den Verhandlungen teilnehmenden Firmen ein. Dieses Moratorium hat jedoch nur eine Wirksamkeit von drei Jahren. Deswegen wird seit eineinhalb Jahren in mehr als einem Dutzend Arbeitsgruppen über gemeinsame Vorschläge beraten. Die Ergebnisse sollen anschließend sowohl den kanadischen Provinzregierungen wie auch den First Nations Regierungen als ein gemeinsamer Vorschlag der NGOs und der Forstunternehmen übergeben werden.

Greenpeace hatte im Jahr 2007 auf den Zusammenhang zwischen Urwaldzerstörung im borealen Wald Kanadas und dem Einkauf von Zeitungsdruckpapier auch durch deutsche Verlage und Druckereien hingewiesen. In dem Report Consuming Canadas boreal forest wurden Ross und Reiter genannt und Gespräche zwischen Greenpeace und führenden deutschen Verlagen wie etwa der WAZ oder dem Axel Springer Verlag ausgelöst. Daraufhin bezogen die Firmen ihren kanadischen Lieferanten gegenüber Stellung und forderten eine Lösung der Urwaldprobleme ein.
Kanadas boreale Wälder: CO2-Speicher und Lebensgrundlage
Greenpeace Waldexperte Oliver Salge mit Cree Indianer Simon.

"Ich hoffe die jetzigen Verhandlungen ergeben tragfähige Lösungen, für den Wald und die Menschen. Vertreter der Cree des Ortes Waswanipi in Quebec erzählten mir, wie wichtig der Urwald für sie ist: Er ist das Leben an sich", so Salge. "Außerdem sind konkrete Vereinbarungen die letzte Chance das Überleben des Wald-Karibus. "

Kanadas boreale Urwälder sind Lebensraum des Waldkaribus. Diese Rentierart ist akut vom Aussterben bedroht. Werden auch die letzten noch intakten borealen Wälder zerstört, gibt es für das Tier keine Fluchtmöglichkeit mehr.

Außerdem stellen die Wälder den größten terrestrische Kohlenstoffspeicher der Erde dar. Werden die borealen Urwälder zerstört, wird mehr und mehr CO2 frei. Damit ist ein gefährlicher Kreislauf in Gang gesetzt. Das CO2 heizt den Klimawandel weiter an und der Klimawandel setzt den weltweiten Urwäldern neben der Rodung weiter zu.

Es ist an der Zeit, dass jetzt, beim Boreal Business Forum, eine Lösung erarbeitet wird.

Friedfertige Taschen



Friedfertige Taschen
,

unter dieser Überschrift veröffentlichte die Zeitschrift "Oya - anders denken.anders leben" einen ihrer Artikel. Und weiter heisst es da:

" In diesem Jahr feiert einer der Vorreiter des "Upcyclings" zehnjähriges Jubiläum, und bevor das Jahr vorbei ist, wollen wir noch die Taschen von peace4you würdigen.
Die Manufaktur aus Bremerhaven fertigt seit 2001 Taschen aus gebrauchten Materialien, wie Seesäcken, Planen, Postsäcken, recycelten Lederjacken, Armeezelten oder Polsterbezügen.
Die Träger werden bei manchen Modellen zum Beispiel aus alten Autogurten gefertigt.

Firmengründer Karl Paul ist ehrliches Handwerk ein wichtiges Anliegen. Derzeit werden bei peace4you nur 30 bis 40 Taschen im Monat produziert. Lieber soll es in der Manufaktur etwas langsamer und dafür sorgfältiger zugehen. Auch Design wird großgeschrieben. Es ist jugendlich, professionell, funktional und so variantenreich wie die Materialien. Naturgemäß ist jede Tasche ein Einzelstück.

Wer sich eine peace4you-Tasche anschafft, wird vermutlich gelegentlich darauf angesprochen. Und wenn das weniger als Grund genommen wird, sich besonders cool zu fühlen, sondern als Anlass für ein spannendes Gespräch über den Wegwerfwahnsinn dieser Zeit und kompostierbare Materialien (Wie lange braucht so ein Autogurt, um zu verrotten? Kann man ihn ewig upcycceln? Kann man Taschen auch selbermachen?), ist so eine Tasche eine gelungene Weltverschönerung."

Quellen: "Oya - anders denken.anders leben", www.peace4you.net

Weltbeste Waldgesetze ausgezeichnet


Weltbeste Waldgesetze ausgezeichnet
,

so betitelt die Monatszeitschrift "Oya - anders denken. anders leben" einen ihrer Artikel. Und weiter heisst es da:

""And the Winner is: Ruanda!" Der World Future Council hat den ostafrikanischen Staat für sein nationales Waldprogramm am 21. September in New York mit dem Future Policy Award 2011 ausgezeichnet.

Jährlich ehren wir mit diesem Preis die weltbesten Lösungsansätze für die Herausforderungen unserer Zeit. In diesem Jahr ging es um den Schutz der Wälder zum Wohl der Menschen.

Ruanda ist es mit seiner Gesetzgebung gelungen, die Entwaldung aufzuhalten. Seit 1990 ist der Anteil an bewaldeter Fläche durch massive Aufforstungs- und Pflanzaktionen mit der Bevölkerung vor Ort sowie Maßnahmen zur Agrarforstwirtschaft und Waldbewirtschaftung bereits um 37 Prozent gestiegen.

Ahmed Djoghlaf, Exekutivsekretär des UNO-Übereinkommens über die Biologische Vielfalt, ist überzeugt: "Ruanda ist eine Inspiration für die ganze Welt. Das nationale Gesetz dient der Erneuerung und der Wiederherstellung der Natur. Es legt den Grundstein für eine gesunde und widerstandsfähige Gesellschaft. Dieses Gesetz macht Ruanda zu einem der führenden Länder im Umweltschutz. Ich hoffe, dass viele weitere Länder diesem Beispiel folgen werden."

Auch in anderen Teilen der Welt kämpft man aktiv für den Waldschutz: Daher erhielten im Rahmen der Preisverleihung bei den Vereinten Nationen in New York der westafrikanische Staat Gambia sowie die Vereinigten Staaten je einen silbernen Award: Gambia für sein kommunales Waldprogramm und die USA für ihren "Lacey Act", der den Handel mit Tropenholz regelt.
Die Arbeit des World Future Counvil wird über Spenden finanziert. Bitte helfen Sie uns, diese fortzuführen!"

Spendenkonto: GLS Gemeinschaftsbank e.G.
Konto 200 900 4000, BLZ 430 609 67
World Future Council,
Alexandra Wandel, Mitglied des Vorstands
Telefon (040) 307091420
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. www.worldfuturecouncil.org

Kommentare

Login